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  • Bericht vom Sportkreistag


    Sportkreistag am 27.3 2010
    Bericht von Jürgen Klein

    Auch in den kommenden Jahren wird der Sportkreis Rems-Murr von Erich Hägele geführt. Einstimmig bestätigten die 100 Mitglieder beim Sportkreistag in Waiblingen den 66-jährigen aus Weissach im Tal im Amt. Dass diese Aufgabe auch künftig kein Zuckerschlecken ist, wurde in verschiedenen Beiträgen deutlich. LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar sprach in seinem Referat die Weiterführung des Solidarpakts sowie die Herausforderung für die Vereine im Jugendbereich, beispielsweise durch die Ganztagsschulen an.
    Wenn die offizielle Wertschätzung einer Institution an der Anzahl und der Hochkarätigkeit der Ehrengäste und Grußworte festgemacht wird, dann ist der Stellenwert des Sportkreises Rems-Murr ziemlich weit oben anzusiedeln. Das gilt ebenfalls für den Präsidenten. „Eigentlich müsste das Märchen vom ‚Hase und Igel‘ in ‘Hase und Hägele‘ umgeschrieben werden. Denn Erich Hägele ist schon da, wenn man ihn braucht“, meinte Fellbachs Oberbürgermeister und CDU-Landtagsabgeordneter Christoph Palm in seinem Grußwort schmunzelnd, fügte aber mit ernster Stimme an: „Der Sportkreis ist ein wichtiger Netzwerkknoten.“ Palm brachte das auf den Punkt, was sich offenbar durch alle Parteien im Landtag zieht: „Wir müssen sparen, aber beim Sparen nicht beim Sport anfangen.“ Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Altpeter betonte, dass das Land die Rahmenbedingungen schaffen müsse, um die erfolgreiche Arbeit der Vereine zu unterstützen. Ins gleiche Horn stieß die Landtagsabgeordnete Ilka Neuenhaus (Bündnis 90/Die Grünen). Sie lobte ebenfalls das Engagement der Vereine, außerdem besonders den Einsatz des Sportkreises für das Ablegen des Deutschen Sportabzeichens.

    Der Erste Landesbeamte des Rems-Murr-Kreises Bernd Friedrich erinnerte an die Worte von Bundespräsident Horst Köhler, der die Sportvereine „als Stahlträger der Gesellschaft und einer lebendigen Demokratie“ bezeichnet hatte und sicherte die weitere Unterstützung des Kreises zu. Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Uli Lenk, forderte ein „sinnvolles Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen“ und ergänzte: „Die Vereine leisten einen Spagat zwischen einer Wertegemeinschaft und einem Dienstleistungsbetrieb.“ Als Hausherr wies Waiblingens Oberbürgermeister Andreas Hesky auf die kommenden Herausforderungen hin, die beispielsweise durch die Ganztagsbetreuung in den Schulen entstehe. Zugleich lobte er die Erfahrung uns den Einsatz des Sportkreis-Präsidenten hervor: „Hägele hat dem Sportkreis Rems-Murr sein eigenes Profil gegeben.“
    Nachzulesen war der Rechenschaftsbericht von Erich Hägele in einem Auszug aus der Broschüre des Sportkreises Rems-Murr, die den 300 Vereinen mit 127.000 Mitgliedern bis Ende April zugeht. Das Zusammenwirken zwischen Sport und Wirtschaft, die Ablegung des Deutschen Sportabzeichens im Verein und der Schule sowie in Ungarn, die verschiedenen Partnerschaften im Ausland oder die Aktion „Soccer at midnight“ sind nur einige Stichworte. Die zahlreichen Wettbewerbe, wie „fair-play“, „Vorbild sein“, zur „Mitgliedergewinnung“, einer „Prämierung von Vereinszeitschriften“ oder der „Lotto-Sportjugend-Förderpreis“ sind angelaufen. Sportpolitik und die Präsentation bei Vereinen und Veranstaltung, die verschiedenen sozialen Aktionen, die vielen und intensiven Gesprächen mit Sponsoren – das Aufgabengebiet war groß und vielfältig. Das Zeltlager Salbengehren am Ebnisee mit Joachim Kristen an der Spitze ist ein Aushängeschild des Sportkreises Rems-Murr. Hinzu kamen zahlreiche Sitzungen des Sportkreises selbst.
    Allein auf seine Fahne wollte Hägele dies alles nicht schreiben lasse. Der Präsident machte Komplimente: Für die Unterstützung vom Land und Kreis, den Städten und Gemeinden sowie der Wirtschaft. „Ich danke allen meinen Präsidiumsmitgliedern, Ehrenamts-Sportkreismitarbeiter und den Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle für das kameradschaftliche Miteinander“, hob der 66-Jährige hervor, der sich zudem bei allen bedankte, die sich unentgeltlich für den Sport engagieren.

    Mit viel Beifall wurde nicht nur Erich Hägele bedacht, auch der Kassenbericht von Fritz Braun fand durchweg anklang. So hatte Moderator Jochen Haußmann bei der Entlastung der Vorstandschaft ein leichtes Amt, die einstimmig erfolgte. Ebenfalls eine Formsache waren die anschließenden Wahlen, die ein einstimmiges Votum brachten. Das Sportkreispräsidium setzt sich wie folgt zusammen: Erich Hägele (Sportkreis-Präsident/SV Unterweissach und SG Sonnenhof Großaspach), Ursula Jud (Stellvertreterin/SC Urbach), Peter Kotacka (Stellvertreter/TC Freiberg/Mönchsfeld und WTB), Ernst-Heinrich Göckeler Stellevertreter/VfL Winterbach), Fritz Braun (Finanzreferent/Spvgg Rommelshausen), Steffen Wilhelm (Sportkreisjugendleiter/SVG Kirchberg/Murr und SG Sonnenhof Großaspach), Gisela Schanbacher (Frauenreferentin/SV Fellbach), Heinz Weber (Schriftführer/TSV Schmiden).

    „Die Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft“. Dieser Satz ist nicht neu. Immer mehr wird diese Tatsache jedoch zu einer schweren Aufgabe für die Vereine. „Wir müssen bereits die Ansätze in den Kindergärten suchen“, forderte der Präsident des Landessportverbandes (LSV) Baden Württemberg, Dieter Schmidt-Volkmar, in seinem Referat. Die Einführung der Ganztagsschule brächten die nächsten Probleme mit sich. Schulschluss um 17 Uhr: Wann sollten dann die Übungsstunden für Kinder und Jugendliche stattfinden? – Die Sportvereine müssten den Weg in die Schule finden, die Schulen den Weg zu den Vereinen: „Wir brauchen einen offenen Dialog. – Das Thema insgesamt kostet Zeit und Geld. Der LSV-Präsident sieht den Sport jedoch in einer guten Position gegenüber dem Land: „430.000 ehrenamtliche Mitarbeiter bringen eine Arbeitsleistung von 1,5 Milliarden Euro.“

    Für Schmidt-Volkmar ist entscheidend, dass der Solidarpakt mit dem Land Baden-Württemberg auch 2010 und 2011 fortgeschrieben wird: „Wir haben das Signal, dass wir in diesem Jahr wieder mit den 64,87 Millionen rechnen können. Das bringt Planungssicherheit.“ Für das kommende Jahr wünscht sich der LSV-Präsident allerdings einen Teuerungsausgleich: „Wir brauchen nicht nur einen Inflationsausgleich, sondern steigende Mitgliederzahlen in den Vereinen erfordern mehr Übungsleiter und Betreuer, was wiederum Mehrkosten verursacht.“ Schmidt-Volkmar ist zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. – Und wie hatte der Landtagsabgeordnete Christoph Palm in seinem Grußwort gesagt: „Wir müssen sparen, aber beim Sparen nicht beim Sport anfangen.“


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    Erich Hägele

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    Dieter Schmidt-Volkmar

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    Der neue SKJ-Vorsitzende Steffen Wilhelm

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    Das Organisationsteam

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    Abstimmung

    Deutsches Sportabzeichen: Erfolgreiche Vereine und Schulen geehrt

    Der Sportkreistag – wir berichteten – war der würdige Rahmen, in dem Sportkreis-Präsident Erich Hägele (Dritter von rechts) die jeweils erfolgreichsten Vereine und Schulen im Rems-Murr-Kreis bei der Ablegung des Deutschen Sportabzeichens ehrte. Bester Verein war der VfL Waiblingen mit 357 Verleihungen. Kleine Geschenke nahmen stellvertretend in Empfang (von links): Norgat Trefz (TV Murrhardt), Horst Adam (TSG Backnang), Silke Olbrich (SG Schorndorf und Schulzentrum Rudersberg), Wolfgang Wunder (VfL Waiblingen, Inge Sütterlin (Bürgfeldschule Welzheim), Sandra Basler (Wittumschule Urbach), Susanne Kaufmann (Lehenbachschule Winterbach). Nicht auf dem Foto: Tessa Thiel (Schlosswallschule Schorndorf).

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    Fotos: Jürgen Klein (jük)

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    Die letzte Änderung der Seite wurde am 13.04.2010 vorgenommen.