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 Vortrag Peter Höschele über das Laufen |
Projekt Halbmarathon
Vortrag des Sportkreisarztes Peter Höschele
Am 4.2. hielt der Sportkreisarzt Peter Höschele einen Vortrag über die medizinischen Aspekte des Laufens. Geladen hatte der TSF Welzheim , der eine Gruppe von Laufeinsteigern zum Welzheimer Halbmarathon am 17.5. begleiten will.
Laufen als Medizin mit Spaßfaktor war das Motto des Vortrages. Nicht nur als Prävention , sondern auch als Therapie bereits eingetretener Krankheiten ist Laufen eine durch viele Studien belegte nebenwirkungsarme Therapie.
Dem plötzlichen Herztod des Marathon wurden Fakten entgegengesetzt, die bewiesen, daß bei vernünftigem Training und einer medizinischen Untersuchung ab dem 35 Lj die satistische Wahrscheinlichkeit beim Laufen zu sterben bei 0,9 % liegt, auf der Toilette beträgt das Risiko 8,1%, was allgemeine Erheiterung hervorrief.
Muskelkrämpfen und Muskelschmerzen, ein bei Läufern häufiges Problem, kann durch richtiges Training vorgebeugt werden,. Die viel gepriesene Magnesiumgabe spielt hier eher eine untergeordnete Rolle . Die Wirkung beruht schwerpunktmäßig auf einem psychischen Aspekt.
Kaltstart und Warmlaufen ? Dieses unter Generationen von Läufern immer wieder heiß diskutierte Thema konnte zugunsten des Kaltstartes gelöst werden. Sportmedizinische Untersuchungen konnten zeigen , dass beim Langstreckenlauf Warmlaufen Energie für den Wettkampf kostet und daher nicht sinnvoll ist. Bessere Ergebnisse werden erzielt, je kühler die periphere Muskulatur ist. Dies gilt nicht für Dehnübungen und Gymnastik , die sinnvollerweise als eigene Trainingseinheit in Vorbereitung auf den Wettkampf absolviert werden sollen.
Laufen als Ausdauersport funktioniert nur wenn es in den Tagesablauf integriert wird, zu jeder Jahreszeit. Dann gibt es auch kein schlechtes Wetter sondern nur die falschen Kleidung. Zu warmes anziehen kostet Energie , weil die peripheren Blutgefäße sich weit stellen. Deswegen immer so warm anziehen, daß beim Loslaufen ein bisschen das Gefühl bleibt, eigentlich ist es zu kalt.
Ist Wettkampf sinnvoll ? Auf jeden Fall ist Wettkampf eine Motivation zum Training. Sich Ziele zu setzen, steigert die Regelmäßigkeit des Trainings . Der Stolz auf die eigene Leistung nach Marathonläufen wirkt motivierend auch auf andere Lebensbereiche. Schaut man allerdings die Blutwerte während und nach einem Wettkampf an, ist dieser selbst eher ungesund.
Vernünftiges Training und vorher eingehende medizinische Untersuchung vorausgesetzt ist die Teilnahme an Wettkämpfen für jeden Läufer ein besonderes Erlebnis.

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