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 DOG in Deutschland |
Die Idee und Ihre Gründerväter
Da kam schon einiges von Rang und Namen an jenem denkwürdigen 5. Januar des Jahres 1951 im Frankfurter Senckenberg-Museum zusammen, als sich die DOG sozusagen selbst aus der Taufe hob und sofort an die Arbeit machte. Was sich da zwischen vorsintflutlichen Fossilien abspielte, war erfrischende Gegenwart und spontane Begeisterung für das große Nahziel, der deutschen Olympiamannschaft den Weg nach Oslo und Helsinki zu ebnen. Das aber war leichter beschlossen als getan. Wenige Wochen zuvor hatte NOK-Schatzmeister Willi Daume mit seinem Kostenvoranschlag in Bonn für großes Achselzucken und Kopfschütteln gesorgt. Neben den besten Erfolgswünschen hatte man dort für die Olympia-Expedition nichts parat, also war es hohe Zeit, eine DOG zu gründen. Georg von Opel wurde einstimmig als Steuermann gewählt. Männer wie Carl Diem, der Herzog zu Mecklenburg, Ritter von Halt und Werner Klingeberg schieben das Gefährt kräftig an, unterstützt von Willi Daume, Max Danz, Constans Jersch und Hermann Jannsen.
Mehr als eine Million der noch druckfrischen, jungen Mark sollte die DOG für das NOK erwirtschaften - und das in einer Zeit, wo der bundesdeutsche Durchschnittsbürger nur eben einmal ein Zehntel des heutigen Geldes in der Lohntüte hatte. Aber die Blütenträume reifen, denn zahllose Helfer und einige tausend DOG-Mitglieder sorgen schon im ersten Jahr für die stolze Summe von 630.000 Mark. Allerdings konnte sich auch die DOG nicht ohne weiteres mit der Sammelbüchse an die nächste Ecke stellen. Der neue Verein war einzutragen, und beim Bundesfinanzministerium war die steuerliche Begünstigung der Zuwendungen zu beantragen. Das erwies sich zunächst als äußerst schwierig, da das NOK als Zuwendungsempfänger noch keine Gemeinnützigkeit beantragt hatte.
Aber: Kommt Zeit, kommt Rat. Und so war es besonders dem Fleiß des jungen DOG-Präsidenten von Opel zu verdanken, der nicht weniger als 12.000 "Bettelbriefe" handschriftlich unterzeichnete, dass mit dem Olympiajahr 1952 auch das "Olympia-Soll" mit knapp 1,1 Millionen Mark sogar mehr als nur erfüllt wurde. Da nun auch die Bundesregierung mit einem Zuschuss von 400.000 DM nachzog, konnte bereits für die nächsten Spiele des Jahres 1956 eine beruhigende Rücklage gebildet werden.
Wie selbstlos und sparsam damals in der DOG gewirtschaftet wurde, zeigt die Kostenabrechnung jener denkwürdigen Gründungsversammlung im Senckenberg-Museum. Ganze 383,08 DM standen zu Buche!
Alle Informationen über die Olympiabewegung und die DOG
finden Sie auf der Homepage Olympia-bewegt-alle (bitte anklicken). |
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